18.01.2019: Ausfalldefinition nach CRR: BaFin ruft zur Konsultation auf.

Ein Stapel voller Bücher

Das neue Jahr startet mit einem Wiedersehen mit alten Bekannten. Noch kurz vor Weihnachten eröffnete die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Konsultation zum Entwurf des Rundschreibens „zur Anwendung der Ausfalldefinition gemäß Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) und zur PD-Schätzung, LGD-Schätzung und Behandlung von ausgefallenen Risikopositionen“. Eine Stellungnahme ist bis zum 01.02.2019 möglich. Eine Anhörung ist nicht geplant.

Im Kern zielt die Konsultation auf die Übernahme der EBA-Leitlinien EBA/GL/2016/07 vom 18.01.2017 zur Anwendung der Ausfalldefinition und EBA/GL/2017/16 vom 23.04.2018 zur Schätzung und Anwendung von IRB-Parametern in die nationale Verwaltungspraxis ab. Die BaFin stellt entsprechend klar, dass inhaltliche Änderungen an den EBA-Vorgaben nur bei überragenden wichtigen Gründen erfolgen.

Obwohl die BaFin die verbindliche Anwendbarkeit beider Leitlinien wie von der EBA vorgesehen zum 01.01.2021 anstrebt, sollten Institute ihren Handlungsbedarf zügig abschätzen und ggf. zeitnah handeln. Unsere Erfahrung zeigt, dass z. B. die Vorgaben zur Verzugstagezählung und zur Wiedergesundung erhebliche quantitative sowie organisatorisch-prozessuale Auswirkungen haben können und nicht zuletzt technische Anpassungen nach sich ziehen. Insofern dürfte der verbleibende Zeitraum bis Anfang 2021 gerade für IRB-Anwender nicht sonderlich großzügig bemessen sein.

Unser Team von impavidi steht Ihrem Institut bei der erforderlichen Standortbestimmung, dem Design der notwendigen Maßnahmen und ihrer Umsetzung unterstützend zur Seite.


 

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